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New York - Die Stadt, die niemals schläft (Teil 1)

Metropolitan Museum of Arts, Top of the Rock & Staten Island

New York begrüßte mich mit nasskaltem Wetter. Nicht gerade einladend. Vom Flughafen hätte man eigentlich den perfekten Blick auf die Skyline gehabt, aber als ich ankam konnte man nur mit Mühe die Hochhäuser im Dunst erkennen. Am nächsten Tag wollte ich aufs Rockefeller Center hoch, um den Ausblick zu genießen, aber am Eingang wurde ich netterweise darauf hingewiesen, dass man bei dem Wetter eh nix sehen könne. Dabei hatte ich mir das sooo schön vorgestellt, meinen New York-Urlaub mit einem Blick von oben zu beginnen …

 

Stattdessen also ins Metropolitan Museum of Arts. Museum ist bei schlechtem Wetter immer noch die beste Lösung. Wobei das Met auch an schönen Tagen einen Besuch wert ist! Es werden so vielfältige Sachen ausgestellt, dass auf jeden Fall für jeden etwas dabei ist: Unmengen an Vasen, Skulpturen, Bilder (sowohl alte als auch zeitgenössische), alte Möbel und Musikinstrumente. Ich hab mir nur die Sachen rausgepickt, die mich interessieren, sonst wäre ich da nie wieder rausgekommen und hätte sowieso nicht mehr alles richtig wahrnehmen können. Und natürlich waren für mich die Instrumente das Highlight – war ja irgendwie klar 😉

 

Ein Cello, gebaut von Geigenbauer Antonio Stradivari (1644-1737) aus Cremona. Es ist benannt nach zwei berühmten Cellisten, die im Besitz dieses Cellos waren: Alexandre Batta (1816-1902) und Gregor Piatigorsky (1903-1976).
Das Batta-Piatigorsky-Cello von Stradivari

In den großen Räumen direkt nach dem Eingang gab es Mode zu sehen, die von biblischen Themen inspiriert ist. Dazu sakrale, orgellastige Musik, die auch einer dramatischen Stelle bei Game of Thrones hätte entstammen können. Passend zu den Klamotten, aber auch etwas übertrieben …

 

Je später der Tag, desto voller das Museum, deswegen wollte ich wieder zurück in den Central Park, aber der Regen hat mir zum zweiten Mal an diesem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich hatte natürlich weder Regenjacke noch -schirm dabei, klar. Aber nach etwa einer Stunde Ausharren wurde der Regen weniger. Trotzdem noch zu unangenehm, um durch die Stadt zu bummeln, also zurück ins Hostel.

 

Und am nächsten Tag endlich zum Top of the Rock! Eine Stunde musste ich warten – völlig in Ordnung für so eine große Tourimaschine. Der Preis allerdings: gute 40$! Das Teuerste, was ich in New York gemacht habe, abgesehen vom Broadway. Dafür, dass man sich dann 10 Minuten oben aufhält, ist das ganz schön viel Geld. Aber den Blick ist es dann doch auf jeden Fall wert! Das Empire State Building direkt vor der Nase, daneben der Hudson River, irgendwo ganz hinten angeblich die Freiheitsstatue (natürlich viel zu klein, um von dort oben erkennbar zu sein), den Central Park auf der anderen Seite … Da kann man sich ganz in Ruhe ausgucken, was man die nächsten Tage alles sehen will.

 

Blick vom Top of the Rock in New York aufs Empire State Building, die Skyline und den Hudson River.
Blick vom Top of the Rock

Ich wollte aber erstmal raus aus der Stadt, zumindest gefühlt. Die Fähre nach Staten Island ist kostenlos, deswegen sehr überlaufen von Touristen, die einen kostenlosen Blick auf Skyline und Freiheitsstatue erhaschen und das Feeling der Einwanderer damals erleben wollen, als diese per Schiff in die Stadt einfuhren. Ich wollte aber noch viel mehr: und zwar an den Strand, der mir in einem Reiseführer versprochen wurde. Leider war der gar nicht so leicht zu finden … Aber nette Amerikaner halfen mir weiter und eine halbe Stunde später grub ich meine Füße in den Sand. In der Ferne die Skyline Brooklyns, Duft von Salzwasser in der Nase, die Füße im Meer – besser kann ein Urlaub doch gar nicht sein!

 

Blick vom Strand auf Staten Island nach Brooklyn.
Strand auf Staten Island

 Allerdings packte mich auch hier wieder das Heimweh, ich wollte nicht mehr alleine sein und machte mich auf den Rückweg ins Hostel – eine halbe Odyssee mit Bus, Fähre und Metro. Dort angekommen wurde nach Deutschland telefoniert, um das Heimweh in den Griff zu bekommen. Funktionierte glücklicherweise auch, den Rest des Abends verbrachte ich entspannt und zufrieden und nur ein bisschen allein im Hostel.