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Indian Summer - Farbenpracht erleben in Pittsburgh

In den östlichen Bundesstaaten der USA kann man im Spätherbst den sogenannten Indian Summer erleben, sommerlich heiße Temperaturen bei farbenfroher Herbstlandschaft. Reiseveranstalter weltweit schlachten dieses Ereignis so gut es geht aus, bieten massenhaft Touren an, beschränken sich dabei aber meist auf die Neuengland-Staaten Maine, Vermont, New Hampshire, Massachusetts und Connecticut, und den Osten Kanadas. Dabei ist die besonders bunte Blattverfärbung des Indian Summers auch etwas weiter im Landesinneren der USA zu sehen, dehnt sich bis nach Minnesota aus.

 

Als ich Ende September in Pittsburgh angekommen bin, konnte ich noch die letzten heißen Tage des Indian Summers erleben. Während in Deutschland die Temperaturen schon bei herbstlichen 10°C angekommen waren, räkelte ich mich bei 30°C und strahlend blauem Himmel in der Sonne. Von Herbst noch keine Spur.

 

Von einem Tag auf den anderen schlug das Wetter dann um, und zwar drastisch: knapp über 0°C. Erst dachte ich, der Herbst wäre hier einfach übersprungen worden. Aber vor wenigen Wochen wurde ich eines Besseren belehrt, denn dann zeigten sich tolle Farben des Indian Summers:

 

Eine Strasse in Pittsburgh während des Indian Summers
Indian Summer am Allegheny River in Pittsburgh. Die bunten Blätter der Bäume spiegeln sich im Wasser.

Herbstlich bunte Laubfärbung des Indian Summers am Allegheny River. Im Hintergrund ist das Stadtzentrum Pittsburghs zu sehen.
Bunte Laubfärbung des Indian Summers in einer Strasse in Pittsburgh

Ich habe etliche Spaziergänge gemacht, um diese Schönheit auszukosten. Denn die Temperaturen blieben so kalt, dass klar war: der Winter ist nicht mehr weit. Während ich diese Zeilen schreibe, fällt draußen sogar schon der erste Schnee. Die letzten bunten Blätter auf den Bäumen, die letzten Zeichen des Indian Summers, sind schneebedeckt. Liegen bleiben wird davon vermutlich noch nicht viel, aber da echtes „pittsburgh-ish“ Wetter Regen ist, wird der nächste Schnee sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Deswegen werde ich mir morgen neue Winterschuhe kaufen müssen, denn meine sind leider nicht mehr wasserfest – in Pittsburgh also nicht wirklich zu gebrauchen.

 

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