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New Yorks Vielfalt entdecken (Teil 2)

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Mittlerweile ist mein New-York-Urlaub zwar schon eine ganze Weile her, aber dennoch möchte ich euch meine letzten drei Tage in dieser wundervoll vielseitigen und bunten Stadt nicht vorenthalten.

 

Eine unerwartete Konzertkarte für die New York Philharmonics

Nachdem ich beschlossen hatte, früher als geplant von New York nach Pittsburgh zu fahren, musste ich mich ganz schön ranhalten, um noch alles zu sehen, was ich mir vorgenommen hatte. Gleich morgens ging es zum Lincoln Center. Eigentlich nur, um diesen Platz mal live und in Farbe zu sehen, die berühmten Gebäude zu betreten und das Gefühl von hochkarätiger, aber auch elitärer Kunst zu genießen. Aber dann stand ich plötzlich in der David Geffen Hall und hatte diesen Zettel in der Hand, auf dem stand, dass man für 20$ Proben der New York Philharmonics besuchen kann … und die nächste öffentliche Probe war direkt am nächsten Tag! Ich konnte nicht anders, ich musste eine Karte kaufen! Eine Karte für die Konzerte an dem Wochenende hätte übrigens 80$ gekostet, für arme Studenten absolut nicht finanzierbar. Aber eine Probe ist ja super, eigentlich viel spannender als ein Konzert. Der restliche Tag bestand nur noch aus Vorfreude auf die Probe am nächsten Tag.

 

Sightseeing im Herzen von Manhattan

Und selbstverständlich etwas Sightseeing. Ich bin durch Chinatown und Little Italy geschlendert, war innerhalb von zwei Stunden also auf drei Kontinenten. In Little Italy wurde gerade das Fest des San Gennaro gefeiert. Alle zwei Meter wurde mir aufgedrängt, doch unbedingt in eins der Restaurants zu gehen. An ihren Straßenständen riefen Italiener das beste Eis, die leckerste Pizza und die süßesten Cannoli aus. Und zwischen den Tischen der Restaurants spielten Akkordeonspieler italienische Lieder. Italien pur! Das Eis hätte allerdings besser sein können, dafür war es dann wohl doch etwas zu touristisch.

 

 

Von diesem bunten Treiben ging es zu einem deutlich traurigeren Ort: dem 9/11 Memorial. Wo früher die Twin Towers standen, stürzen nun Wassermassen in die Tiefe, ein sehr eindrucksvolles Bild! Auch das Museum daneben ist sehr feinsinnig, einfühlsam und aufwühlend. Voller persönlicher Erinnerungsstücke an diejenigen, die den Anschlag nicht überlebten. Berichte von Überlebenden zeigen die unfassbare Tragik. Natürlich wusste ich vorher, was dort passiert ist. Aber das Museum ist so persönlich gestaltet und mit einigen Überbleibseln von dem Tag ausgestattet, die einem Tränen in die Augen treiben. Vor allem einigen Amerikanern, die der ganzen Sache viel näher stehen als ich, die deutsche Touristin.

 

 

Dort, wo früher die Twin Towers standen, stürzen heute Wassermassen in schwarze Löcher.
9/11 Memorial

Meine in mich gekehrte Stimmung änderte sich erst wieder im Hostel, wo ich im Garten bei frisch gegrillten Burgern neue Bekanntschaften schloss und endlich mal das richtige Hostel-Erlebnis hatte, wie ich mir das die ganze Zeit gewünscht hatte.

 

 

Vom Lincoln Center über den Highline Park nach Brooklyn

Die David Geffen Hall gehört zum Lincoln Center, dem Hochkulturzentrum New Yorks. Darin sind die New York Philharmonics beheimatet.
David Geffen Hall

Und am nächsten Tag endlich zu den New York Philharmonics. Es war eine Probe zu einem der ersten Konzerte der Saison, mit neuem Musikdirektor Jaap van Zweden. Geprobt wurde das 5. Klavierkonzert von Beethoven, Solist war Daniil Trifonov. Ich glaube es ist überflüssig zu erzählen, dass es grandios war! Leider wurde das Publikum in der Pause wieder vertrieben, dabei hätte ich doch so gern noch Le Sacre du Printemps von Stravinsky gehört! Aber man kann halt nicht alles haben, dafür hätte ich dann doch die 80$ zahlen müssen.

 

Beflügelt von der Musik setzte ich meinen New York Sightseeing-Trip vom Tag davor fort, diesmal zur Grand Central Station und durch zahlreiche Galerien in Chelsea. Dort durfte natürlich der Highline Park nicht fehlen, ein absolutes MUSS! Die vielen Parks von New York sind alle sehenswert, aber der Highline Park besticht schon allein durch seinen ungewöhnlichen Untergrund: Es ist ein Park auf stillgelegten Bahngleisen über den Straßen. Hier hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt, kann die Sonne genießen und auf den Bänken ausruhen.

 

Der Highline Park in New York: ein wunderschöner Park, angelegt auf stillgelegten Bahngleisen.
Highline Park

Da mir das aber schnell etwas zu kalt wurde, ging ich in den Housing Works Bookstore Café, um mich bei einem Kaffee aufzuwärmen. Wobei aufwärmen nicht ganz das richtige Wort ist. Ich hatte vergessen, dass die Amerikaner alle Gebäude innen auf gefühlte 15°C runterkühlen. Je größer der Temperaturunterschied zu draußen, desto besser, scheint es mir. Immerhin wärmte mich der Kaffee und die gemütliche Atmosphäre im Buchladen/Café ließ mich sehr lange verweilen.

 

 

Das letzte Viertel, das ich durchstreifte, war Brooklyn. Mit der Fähre ging es von Manhattan über den East River. Eigentlich wollte ich U-Bahn fahren, aber spontan war die Fähre die weitaus schnellere Wahl. Wie sich herausstellte auch die beste Wahl, denn auf der Fahrt ist dieses tolle Foto entstanden:

 

Der Blick vom East River auf Manhatten und die Brooklyn Bridge bei bestem Sommerwetter.
Manhattan und Brooklyn Bridge

Leider blieb mir für Brooklyn gar nicht mehr so viel Zeit, dorthin muss ich also definitiv zurückkehren. Denn nicht nur der Blick auf Manhattan lohnt sich, sondern auch die hippe Aufmachung des Viertels. Viel Grün, viel Straßenkunst, angesagte Restaurants … und dementsprechend viel los, vor allem direkt am Fluss entlang.  Aber abseits davon kann man auch in etwas entspannterer und ruhigerer Umgebung Brooklyn genießen.

 

 

Überwältigt vom Broadway

Was natürlich bei einem Besuch in New York nicht fehlen darf, ist ein Besuch auf dem Broadway! Und für mich hieß das, nicht nur die Straße entlang zu laufen und die vielen Theater zu bestaunen (obwohl das natürlich auch essenzieller Bestandteil war), sondern auch eine der vielen Shows zu besuchen. Für ziemlich viel Geld kaufte ich mir also eine Karte für das Phantom der Oper. Ich liebe, liebe, liebe ja diesen Film! Deswegen hatte ich einerseits etwas Bedenken, ob das Musical dann auch nur annähernd so gut sein kann wie der Film, wollte es aber andererseits unbedingt live erleben. Und es hat sich gelohnt! Die Sänger waren toll – wenn auch teilweise nicht ganz so gut wie im Film – und das Bühnenbild war auch sehr beeindruckend. Schönster Moment: als sich am Ende der Auktion der Kronleuchter von der Bühne bis zur Decke des Saales aufschwang, dazu zum ersten Mal der Klang des vollen Orchesters mit dem Phantom-Motiv … Gänsehaut pur!

 


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Kommentare: 4
  • #1

    Christina (Mittwoch, 24 Oktober 2018 14:29)

    New York ist einfach so toll! Ich gelange selbst immer ins Schwärmen, wenn ich an die Straßen, die Hochhäuser und den New Yorker Flair denke!
    Wir waren auch im Phantom der Oper und der Highline Park hat uns auch gut gefallen, obwohl wir im Winter da waren und eigentlich nichts geblüht hatte.
    Das 9/11 Monument und die neuen Towers waren damals aber noch nicht ganz fertig gestellt. Das glaube ich sofort, dass man die Eindrücke vom Memorial noch länger mitnimmt. Auch ich (obwohl österreichische Touristin), weiß noch genau, wo ich damals war und erinnerte mich an die Sondersendungen der Nachrichten und die gesendeten Bilder im Fernsehen...

    Brooklyn steht das nächste Mal bestimmt noch mehr am Plan, das Viertel hat sich ja auch richtig toll entwickelt!
    Wie lange warst du insgesamt in New York?

    Liebe Grüße,
    Christina von http://miles-and-shores.com

  • #2

    Michelle | The Road Most Traveled (Mittwoch, 24 Oktober 2018 14:39)

    Das klingt nach einem tollen Aufenthalt.
    Ich weiß nicht, die USA reizen mich gar nicht so, was das Reisen angeht.
    Aber ich stelle mir ein Broadway Musical auch fantastisch vor. Schön, dass es dir so gut gefallen hat.
    Und auch die Probe der New York Philharmonics muss sehr schön gewesen sein. Manchmal passieren tolel Zufälle!

    Herzliche Grüße aus Oldenburg <3
    Michelle von <a href="https://www.gowhereyourhearttellsyoutogo.wordpress.com/" rel="nofollow">The Road Most Traveled</a>

  • #3

    Julie (Mittwoch, 24 Oktober 2018 14:42)

    Als Jugendliche wollte ich immer unbedingt nach New York - vermutlich noch verstärkt durch Sex and the City. Heute reizen mich die USA generell überhaupt nicht mehr, obwohl ich noch nie dort war.
    Worum ich dich allerdings schon ein bisschen beneide ist die Broadway-Vorstellung von "Das Phantom der Oper". Alleine beim Anblick der Fotos - einfach nur wow!!!
    Das kann ich mir vorstellen, dass das einzigartig war!
    Ganz liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

  • #4

    Jörg (Mittwoch, 24 Oktober 2018 15:11)

    New York... das ist so ein Traum von dem ich nicht weiß, ob er jemals in Erfüllung geht. Danke für Deinen tollen Bericht der in mir Reiselust geweckt hat. Vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann einmal.

    Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn, Jörg